{"id":1059,"date":"2021-06-09T16:25:00","date_gmt":"2021-06-09T14:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/demenzpflaster.wordpress.com\/?p=1059"},"modified":"2021-06-09T16:25:00","modified_gmt":"2021-06-09T14:25:00","slug":"corona-mutation-gefahrdet-offnung-plotzlich-steigen-die-zahlen-wieder-briten-bangen-um-pandemie-ende-tages-anzeiger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pflegende.motd.org\/?p=1059","title":{"rendered":"Corona-Mutation gef\u00e4hrdet \u00d6ffnung \u2013 Pl\u00f6tzlich steigen die Zahlen wieder \u2013 Briten bangen um Pandemie-Ende | Tages-Anzeiger"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/cdn.unitycms.io\/image\/ocroped\/1200,1200,1000,1000,0,0\/DnKqRp5Z0T4\/20V2op9JabU94wA5R8FbEc.jpg\" alt=\"Haben sich die Briten zu fr\u00fch gefreut? Eine Kellnerin serviert Getr\u00e4nke in einem Restaurant in London (12. April 2021).\" \/><figcaption>Foto: Alberto Pezzali (Keystone)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>nicht vergessen:  <br>Do. 10.6. 16 Uhr Treffen der pflegenden Angeh\u00f6rigen &#8211; (SG Demenzpflaster)<br>Wo: Erfurt, L\u00f6berstr\u00dfe 12, Cafe Franz Mehlhose<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">-&gt; Details <a href=\"https:\/\/pflegende.gitlab.io\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/pflegende.gitlab.io<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p>Die Menschen freuten sich auf die komplette Aufhebung der Restriktionen. Doch jetzt bedroht die Delta-Variante die Pl\u00e4ne.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles sah so gut aus in Grossbritannien. Eine fortgeschrittene Impfkampagne, tiefe Fallzahlen, kaum noch Covid-Todesopfer. Die R\u00fcckkehr zum normalen Leben schien zum Greifen nah. Am 21. Juni wollte die Regierung s\u00e4mtliche Restriktionen aufheben \u2013 doch nun ist alles anders: Die indische Coronavirus-Variante B.1.617.2, neu Delta genannt, hat die Lage in k\u00fcrzester Zeit massiv versch\u00e4rft.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt poppen wieder \u00fcberall im Land neue Corona-Hotspots auf. Die Regierung wird zunehmend nerv\u00f6s und \u00fcberlegt sich, die \u00d6ffnung abzublasen. Wir haben die aktuellsten Zahlen, Stimmen und Prognosen zur unerwarteten Entwicklung auf der Insel zusammengetragen:<\/p>\n\n\n\n<p>Ende Januar erlebte Grossbritannien den bisherigen H\u00f6hepunkt der Pandemie, als sich t\u00e4glich fast 60\u2019000 Einwohner mit dem Coronavirus infizierten. Danach gingen die Neuansteckungen infolge eines strikten Lockdown und einer gut organisierten Impfaktion stark zur\u00fcck. Doch ab Mitte April stagnierten die Zahlen. Und jetzt steigen sie sogar wieder stark: In den letzten drei Wochen haben sie sich mehr als verdreifacht, von durchschnittlich 1500 auf 5000 pro Tag. So hoch war dieser Wert seit Ende M\u00e4rz nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/covid19.sanger.ac.uk\/lineages\/raw?lineage=B.1.617.2&amp;colorBy=p&amp;latitude=52.591539&amp;longitude=-0.886186&amp;zoom=5.15\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Daten des Sanger-Instituts<\/a>, das in Grossbritannien die Coronavirus-Mutationen \u00fcberwacht, zeigen, dass sich die Delta-Variante seit Mitte April explosionsartig ausgebreitet hat. Damals war sie noch f\u00fcr 0,7 Prozent aller Ansteckungen verantwortlich, mittlerweile sind es 75 Prozent. Delta hat Alpha (britische Mutation B.1.1.7) als dominierende Variante verdr\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aktuell verdoppeln sich die Zahlen etwa alle 11 Tage. Der R-Wert, der angibt, wie viele andere Personen ein Corona-Infizierter im Durchschnitt ansteckt, liegt inzwischen bei 1,2. Bei einem Wert \u00fcber 1 ist die Ausbreitung exponentiell. \u00abDies ist der Beweis daf\u00fcr, dass eine weitere Welle auf uns zukommt\u00bb, sagte der Chef der unabh\u00e4ngigen Expertengruppe Independent Sage, David King, dem Sender Sky News.<\/p>\n\n\n\n<h3>Delta-Variante ist ansteckender und aggressiver<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Delta-Variante als infekti\u00f6ser und m\u00f6glicherweise unempfindlicher gegen Antik\u00f6rper ein. Zu diesem Schluss kommen auch britische Fachleute und Beh\u00f6rden. Laut dem Gesundheitsminister Matt Hancock ist sie 40 Prozent ansteckender als die Alpha-Variante. Der f\u00fchrende Epidemiologe Neil Ferguson vom Imperial College London geht sogar von etwa 60 Prozent aus. Es gebe aber noch einen grossen Unsicherheitsbereich, sagte er der Zeitung&nbsp;\u00ab<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2021\/jun\/04\/delta-variant-transmissible-uk-covid-lockdown-neil-ferguson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Guardian<\/a>\u00bb. M\u00f6glich seien 30 bis 100 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Daten weisen zudem darauf hin, dass Delta mit deutlich h\u00f6herer Wahrscheinlichkeit schwere Erkrankungen verursacht als die Alpha-Variante. Nach einer Analyse von 38\u2019800 F\u00e4llen kam das&nbsp;<a href=\"https:\/\/assets.publishing.service.gov.uk\/government\/uploads\/system\/uploads\/attachment_data\/file\/991343\/Variants_of_Concern_VOC_Technical_Briefing_14.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">englische Gesundheitsministerium<\/a>&nbsp;zum Schluss, dass bei der Delta-Variante das Risiko einer notwendig werdenden Spitaleinlieferung um das Zweieinhalbfache h\u00f6her liegt.<\/p>\n\n\n\n<h3>Weit fortgeschrittene Impfkampagne<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Zahl der Neuansteckungen steigt stark, diejenige der Hospitalisierungen und Todesf\u00e4lle aber (noch) nicht. Das ist laut den Beh\u00f6rden der Impfkampagne zu verdanken, die weit fortgeschritten ist. Grossbritannien hat schon 41 Prozent seiner Bev\u00f6lkerung vollst\u00e4ndig immunisiert. Fast 60 Prozent haben mindestens eine Dosis bekommen \u2013 mehr als in jedem anderen Land Europas. Nur f\u00fcnf Staaten weltweit haben pro Einwohner mehr Dosen verabreicht.https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/Pcq4H\/440\/<\/p>\n\n\n\n<p>Die Impfstoffe w\u00fcrden den Zusammenhang zwischen Infektionen, Spitalaufenthalten und Todesf\u00e4llen durchbrechen, sagte&nbsp;Gesundheitsminister Hancock. Es gebe aktuell&nbsp;\u00abnur eine sehr kleine Minderheit\u00bb&nbsp;von Patienten, die vollst\u00e4ndig geimpft seien. Und diese scheinen laut Hancock auch weniger schwer zu erkranken als Personen ohne Schutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/news\/vaccines-highly-effective-against-b-1-617-2-variant-after-2-doses\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Untersuchung des Gesundheitsministeriums<\/a>&nbsp;hat gezeigt, dass die Impfungen auch vor schweren Verl\u00e4ufen bei der Delta-Variante sch\u00fctzen \u2013 allerdings weniger gut als bei der Alpha-Variante. Das Vakzin von Biontech\/Pfizer sch\u00fctzt zwei Wochen nach der zweiten Dosis zu 88 Prozent (Alpha: 93 Prozent), das von AstraZeneca zu 60 Prozent (66 Prozent). Drei Wochen nach der ersten Dosis betr\u00e4gt der Schutz beider Impfstoffe erst 33 Prozent (50 Prozent).<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der starken Zunahme der Fallzahlen steigt auch das Risiko von mehr Hospitalisierungen und Todesf\u00e4llen. Denn auch in Grossbritannien gibt es immer noch viele Menschen, die erst einfach geimpft sind oder noch gar nicht.<\/p>\n\n\n\n<h3>\u00d6ffnung des Landes auf der Kippe<\/h3>\n\n\n\n<p>Aufgrund der sich rasch ausbreitenden Delta-Variante herrscht nun Ungewissheit \u00fcber&nbsp;Grossbritanniens&nbsp;grosse Lockerungspl\u00e4ne. Die Regierung wollte die letzten Massnahmen&nbsp;urspr\u00fcnglich am&nbsp;21. Juni aufheben. Bei diesem langersehnten \u00d6ffnungsschritt, den die Briten&nbsp;\u00abTag der Freiheit\u00bb&nbsp;genannt haben, w\u00fcrden alle gesetzlichen&nbsp;Restriktionen&nbsp;f\u00fcr soziale Kontakte aufgehoben werden. Somit k\u00f6nnten Nachtclubs wieder \u00f6ffnen, auch die Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr Veranstaltungen fielen weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch die wachsende Sorge um die Delta-Variante hat einige Wissenschaftler dazu veranlasst, eine Verschiebung der grossen Lockerungen zu fordern. Auch&nbsp;Gesundheitsminister Hancock schliesst dies mittlerweile nicht mehr aus. Die Regierung sei&nbsp;\u00ababsolut offen\u00bb&nbsp;daf\u00fcr, die&nbsp;Aufhebung der Restriktionen falls n\u00f6tig zu verz\u00f6gern, sagte er am Sonntag. Auch Massnahmen wie das Social Distancing, die Maskenpflicht und die Homeoffice-Empfehlung k\u00f6nnten laut Hancock \u00fcber den Juni hinaus bestehen bleiben. Eine endg\u00fcltige Entscheidung \u00fcber m\u00f6gliche Lockerungen wird am 14. Juni getroffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Sommerferien der Briten stehen&nbsp;auf der Kippe. Anfang Juni versch\u00e4rfte die Regierung die Einreisebestimmungen und riet davon ab, im Rest Europas Ferien zu machen.&nbsp;Dabei wurde auch Portugal von der gr\u00fcnen Liste gestrichen&nbsp;\u2013&nbsp;es war bislang das einzige Land, aus dem Briten ohne Quarant\u00e4ne zur\u00fcckkehren konnten. Die Reisebranche spricht deshalb bereits von einem \u00abzweiten verlorenen Sommer\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p>Verkehrsminister Grant Shapps begr\u00fcndete diese&nbsp;\u00abschwierige Entscheidung\u00bb&nbsp;damit, dass man sich nebst den steigenden Fallzahlen in Portugal wegen m\u00f6glicher&nbsp;zus\u00e4tzlicher&nbsp;Mutationen der Delta-Variante Sorgen mache. Dabei&nbsp;bezieht er sich&nbsp;auf die sogenannte Nepal-Variante, die bereits bei 23 F\u00e4llen in England nachgewiesen wurde. Es besteht die Bef\u00fcrchtung, dass die existierenden Impfstoffe gegen sie praktisch wirkungslos sein k\u00f6nnten.WEITER NACH DER WERBUNG<\/p>\n\n\n\n<h3>Gefahr f\u00fcr andere L\u00e4nder<\/h3>\n\n\n\n<p>Die aktuelle Entwicklung erinnert an die Situation Ende&nbsp;vergangenen Jahres, als in S\u00fcdengland die neue Variante B.1.1.7 auftauchte, die sich binnen weniger Monate erst in Grossbritannien und von dort aus in Europa und der Schweiz verbreitete. Innerhalb k\u00fcrzester Zeit verdr\u00e4ngte sie das Ursprungsvirus fast vollst\u00e4ndig. Inzwischen stecken sich hierzulande fast alle Infizierten mit der Alpha-Variante an.<\/p>\n\n\n\n<p>In Grossbritannien war das bis Mitte April auch so. Seither hat sich aber die Delta-Variante durchgesetzt. Sie ist inzwischen f\u00fcr drei Viertel aller Neuansteckungen verantwortlich. Und die Bef\u00fcrchtung ist gross, dass diese Entwicklung anderen L\u00e4ndern noch bevorsteht. \u00abEs ist durchaus denkbar, dass sich die Variante auch bei uns ausbreitet\u00bb, meinte Andreas Cerny, Infektiologe am Moncucco-Spital in Lugano. Es sei ein Lauf gegen die Zeit: Je schneller man impfe, desto weniger Probleme habe man in den n\u00e4chsten Monaten.<\/p>\n\n\n\n<p>Anfang Mai hatte die Delta-Variante in der Schweiz noch einen Anteil von 0,3 Prozent. In den letzten vier Wochen waren es gem\u00e4ss&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.gisaid.org\/hcov19-variants\/\" target=\"_blank\">dieser \u00dcbersicht<\/a>&nbsp;schon 1,1 Prozent. Das klingt nach wenig. Doch bisherige Erfahrungen mit dem Virus haben gezeigt, dass die Zahlen nach einem anf\u00e4nglich langsamen Anstieg pl\u00f6tzlich explodieren k\u00f6nnen. Das beste Beispiel daf\u00fcr ist Grossbritannien. Die j\u00fcngste Entwicklung dort zeigt, dass die Pandemie noch l\u00e4ngst nicht vor\u00fcber ist.&nbsp;\u00abWir werden erst in einigen Wochen sehen, was in anderen L\u00e4ndern passiert\u00bb, sagt der britische&nbsp;Epidemiologe Neil Ferguson.<\/p>\n\n\n\n<p>von:<\/p>\n\n\n\n<p>Yannick Wiget,&nbsp;Lisa F\u00fcllemann Publiziert 8.6.21 um 13:16 Uhr durch: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ploetzlich-steigen-die-zahlen-wieder-briten-bangen-um-pandemie-ende-486669329559\" target=\"_blank\">tagesanzeiger.ch  &#8211; Danke!<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>nicht vergessen: Do. 10.6. 16 Uhr Treffen der pflegenden Angeh\u00f6rigen &#8211; (SG Demenzpflaster)Wo: Erfurt, L\u00f6berstr\u00dfe 12, Cafe Franz Mehlhose -&gt; Details https:\/\/pflegende.gitlab.io Die Menschen freuten sich auf die komplette Aufhebung der Restriktionen. Doch jetzt bedroht die Delta-Variante die Pl\u00e4ne. Alles sah so gut aus in Grossbritannien. Eine fortgeschrittene Impfkampagne, tiefe Fallzahlen, kaum noch Covid-Todesopfer. 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