Abstrakt
SARS-CoV-2 entwickelt sich ständig weiter, wobei sich ansteckendere Mutationen schnell ausbreiten. Die Verwendung der In-vitro- Evolution zur Affinitätsreifung der Rezeptorbindungsdomäne (RBD) des Spike-Proteins gegenüber ACE2 führte dazu, dass die ansteckenderen Mutationen S477N, E484K und N501Y zu den ersten ausgewählten gehörten. Dies schließt die britischen und südafrikanischen Varianten ein. Die Darstellung der Bindungsaffinität aller RBD-Mutationen zu ACE2 gegen ihre Inzidenz in der Population zeigt eine starke Korrelation zwischen beiden. Weiter in vitroDie 600-fach evolutionsfördernde Bindung liefert Richtlinien für potenziell neu entstehende Mutationen mit noch höherer Infektiosität. Zum Beispiel Q498R in Kombination mit N501Y. Das heißt, die hochaffine RBD ist auch ein wirksames Medikament, das die SARS-CoV-2-Infektion hemmt. Die 2,9 Å Cryo-EM-Struktur des hochaffinen Komplexes, einschließlich aller sich schnell ausbreitenden Mutationen, bietet eine strukturelle Grundlage für die zukünftige Entwicklung von Arzneimitteln und Impfstoffen sowie für die In-Silico- Bewertung bekannter Antikörper.